Auf abgelegenen Höfen, verwilderten Grundstücken und verlassenen Werksgeländen fristen im Spreewald unzählige Hunde ein elendes Dasein. Mitarbeiter des Arbeitskreises humaner Tierschutz e.V. haben in Rahmen einer großangelegten Recherche erschreckende Tierschicksale dokumentiert.
Auf abgelegenen Höfen, verwilderten Grundstücken und verlassenen Werksgeländen fristen im Spreewald unzählige Hunde ein elendes Dasein. Mitarbeiter des Arbeitskreises humaner Tierschutz e.V. haben in Rahmen einer großangelegten Recherche erschreckende Tierschicksale dokumentiert.
An einer schweren Eisenkette, Hunger, Durst, Hitze und Kälte gleichermaßen schutzlos ausgeliefert, fristete der Mischlingsrüde "Bully" zehn Jahre seines Lebens. Er ist nur einer von zahlreichen Hunden, die im Spreewald unter erbärmlichen Bedingungen als Wachhunde gehalten werden. In einer großangelegten Recherche gingen Mitarbeiter des Arbeitskreises humaner Tierschutz e.V. in den letzten Wochen Dutzenden Hinweisen von Anwohnern und Tierfreunden aus dem Spreewald nach. Stefan Klippstein, gelernter Tierpfleger und Mitarbeiter des Arbeitskreises, war dabei und berichtet: "Wir haben Hunde auf vollkommen heruntergekommenen Grundstücken, in zu kleinen Zwingern oder ohne ausreichend Witterungsschutz angetroffen. Teilweise saßen sie in ihrem eigenen Kot oder hatten noch nicht einmal Wasser."
Die Haltung von Hunden wird seit 2001 durch die Tierschutz-Hundeverordnung geregelt. Diese schreibt auch für Privathaltungen Mindeststandards vor, wie Hunde zu halten sind, so müssen alle Hunde ausreichend Auslauf erhalten, täglich Kontakt zu Menschen haben und einen geeigneten Witterungsschutz frei aufsuchen können. "Zahlreiche Haltungen im Spreewald erfüllten noch nicht einmal diese Minimalvorgaben", so Stefan Klippstein, "wie vor hundert Jahren werden dort Wachhunde angebunden oder im kleinen Zwinger gehalten." Der Verein hat gegen zahlreiche Halter Anzeige erstatten müssen. Für einen Hund hatte die Recherche des Vereins schon jetzt ein Happy End. "Bully" wurde von seinem Halter freiwillig abgegeben. Nach 10 Jahren Kettenhaltung wartet er nun in einer Pflegestelle auf ein neues Zuhause.
"Wir werden uns dafür einsetzen, dass auch das Leben der anderen Hunde im Spreewald lebenswert wird", so Stefan Klippstein, "die Recherche und die Anzeigen waren nur der erste Schritt. Durch Aufklärungsarbeit wollen wir erreichen, dass die Anbinde- und Zwingerhaltung von Hunden endlich beendet wird. Diese Form der Tierhaltung ist überholt und absolut tierschutzwidrig."
Ein Video von der Recherche und Kettenhund "Bully" finden Sie hier: [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]
Das Deutsche Tierschutzbüro hat sich spezialisiert auf das Thema "Tierschutz" und bietet so genannten Nonprofit-Organisationen wie Tier-, Natur- und Artenschutzvereinigungen Hilfestellung bei der Umsetzung von Kampagnen, Aktionen und Veranstaltungen. Das Büro übernimmt für seine Auftraggeber Öffentlichkeits-, Presse- sowie Lobbyarbeit. Des Weiteren sind Fotografen für das Tierschutzbüro tätig, die die Aufgaben haben, Kampagnen und Aktionen bildmäßig zu begleiten sowie tierschutzrelevante Fotos und Videomaterial (z.B. zum Thema Massentierhaltung, Nutztierhaltung, Zoo, Zirkus, Hundehaltung) zu erstellen. Zum weiteren Aufgabenfeld des Tierschutzbüros zählen neben dem "Infobroking" (Informationsbeschaffung) auch Vor-Ort-Recherchen sowie die Aufdeckung von Tierquälerei. Dabei sieht sich das Büro primär als Schnittstelle für Medien, Verbraucher und Vereine. Auch die Verknüpfung mit Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen zur Durchführung von eigenen Kampagnen wird vom Deutschen Tierschutzbüro als Initiator umgesetzt.
Arbeitskreis humaner Tierschutz e.V. Stefan Klippstein An Groß Sankt Martin 6/206 50667 Köln [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können] 0221-20463862 [Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um diesen Link sehen zu können]
Egal ob in Deutschland oder dem Ausland, Tierelend gibts Überall GLG Marion, Puck und Yukon
Casi Admin
Anzahl der Beiträge : 5371 Anmeldedatum : 16.08.09 Alter : 50 Ort : Bochum
Thema: Re: Tierschützer decken auf: Hundeleid im Spreewald Sa Apr 28 2012, 11:15
Wieder so eine Geschichte die mich fragen lässt, warum man den Menschen die "Krone derr Schöpfung" nennt .
Gast Gast
Thema: Re: Tierschützer decken auf: Hundeleid im Spreewald Sa Apr 28 2012, 15:56
Krone der Schöpfung Ha. Kleine Lichter sind wir! Da denkt man so etwas gäbe es nur in Griechenland und Co aber hier? Vieleicht sollten wir erst mal bei uns mit Tierschutz anfangen
Casi Admin
Anzahl der Beiträge : 5371 Anmeldedatum : 16.08.09 Alter : 50 Ort : Bochum
Thema: Re: Tierschützer decken auf: Hundeleid im Spreewald So Apr 29 2012, 09:42
Tierschutz sollte immer vor Ort beginnen . Ja, Fanny....es fällt immer sehr leicht, auf andere zu zeigen . In vielerlei Beziehung müssten wir mal zuerst vor der eigenen Tür kehren.....
Puck Moderator
Anzahl der Beiträge : 2580 Anmeldedatum : 01.05.11 Alter : 59 Ort : Heide/Holstein
Thema: Re: Tierschützer decken auf: Hundeleid im Spreewald So Apr 29 2012, 11:07
Das ist wahr und jeder sollte die Augen und Ohren offen halten und die Courage besitzen was zu unternehmen. GLG Marion, Puck und Yukon
Gesponserte Inhalte
Thema: Re: Tierschützer decken auf: Hundeleid im Spreewald